Sieg in dramatischer Schlussphase! Sixers schlagen Titans 74:71!

Den ersten Beifall des Abends verdiente sich das "Bodenpersonal" vom Sixerstross. In luftiger Höhe reparierte es den am Ende der Erwärmung entstandenen Schaden an der Korbanlage, so dass etwas verspätet das zweite Heimspiel der Sixers in der BARMER 2. Basketball Bundesliga beginnen konnte.
Headcoach Sebastian Ludwig schenkte zunächst Zylka, Petkovic, Smith, Rahn und Krstanovic das Vertrauen.

Den Sprungball holte sich nicht überraschend Georg Voigtmann, der Centerhüne der Titans. Nicht alle Tage erlebte man dann, dass die ersten drei Körbe des Spieles Dreier sind. Für die Sixers traf Petkovic, bei Dresden waren Meister und Voigtmann erfolgreich.
Hallensprecher Matthias Voss sorgte für Stimmung auf den Rängen und beide Teams schenkten sich nichts in den ersten  Minuten. Verbissen wurde um jeden Ball gekämpft und souverän herausgespielte Körbe hatten auf beiden Seiten eher Seltenheitswert. Mit viel Einsatz konnten sich die Hausherren bis zur siebenten Minute zwar mit 17:10 absetzen, ließen die Titans mit einigen Unaufmerksamkeiten aber wieder ins Spiel kommen. 22:21 die knappe Sixersführung nach 10 Minuten in einer inzwischen absolut offenen Partie.

Im zweiten Viertel dominierte auf beiden Seiten die Defense. Vier zu Vier die magere Korbausbeute nach vier gespielten Minuten. Die Sixers leisteten sich einige Fehlabspiele und nicht überraschend lagen die Gäste plötzlich mit 30:26 in Front. Immer wieder war es Georg Voigtmann, der in der Zone aber auch als Dreierschütze den Sixers Probleme bereitete. Mit 21 Punkten war er am Ende auch der Topscorer der Titans. Mit einem Kraftakt konnten sich die Hausherren kurz vor der Halbzeit wieder in Führung bringen. Ferdinand Zylka warf einen Dreier und Alexandros Varytimiadis traf seinen ersten Korb im Sixerstrikot. Beim Stand von 40:35 ging es somit in  die Halbzeitpause. In der beklagten die Sixersfans die große Hektik in ihrem Team.

Dabei blieb es zunächst auch in der zweiten Halbzeit. Die Titans legten einen 7:2  Lauf hin und die Gastgeber lagen  nach drei  Minuten  nicht unverdient mit 40:42 hinten. Die Sixers kämpften zwar, aber fanden nicht zu überzeugenden Aktionen. An der Freiwurflinie hatte das Team mit 65% Trefferquote auch nicht seinen besten Tag. Dresden lag hier bei 75%. Noch schlechter die Statistik bei den Dreiern. Die Sixers trafen nur sechs von 24 Versuchen, Dresden immerhin neun von 22. So zogen die Gäste an den Sixers vorbei und führten vor dem letzten Viertel mit 59:54.

Die Sixers steckten nicht auf, aber lagen dreieinhalb Minuten vor dem Ende mit 66:69 hinten. Die Halle kochte, die Dresdner Fans schwenkten ihre Fahnen und die Crazys trommelten, was das Zeug hielt. Zwei  Minuten und 10 Sekunden vor dem Abpfiff brachte Marco Rahn die Sixers wieder auf 68:69 an die Titans ran. Als Luka Petkovic mit zwei verwandelten Freiwürfen sein Team wieder in Führung brachte, saß schon längst niemand mehr in der Halle. Natürlich bäumten sich die Titans noch einmal auf, aber am Ende bewahrten die Sixers die Nerven, auch an der Freiwurflinie.
Am Schluss nur noch Jubel. Ein sichtlich gezeichneter Headcoach Sebastian Ludwig bei der Ehrenrunde: "Natürlich haben wir zu hektisch gespielt. Aber ich bin so glücklich über den Sieg und den haben wir mit unserem Schlusskampf auch verdient!" Enttäuschung natürlich bei den Titans, aber berechtigt auch bei ihnen das "Kopf hoch" nach dieser knappen  Niederlage!

Für die Sixers trafen: Zylka 19, Petkovic 19, Smith 8, Rahn 7, Krstanovic 6, Okao 6, Jelic 5, Varytiamidis 4

Text: Manfred Hoffmann

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