Aufholjagd bleibt unbelohnt! Sixers unterliegen Bochum 73:74!

 Zweimal konnte man am Sonntag im, mit rund 400 Zuschauern gut gefüllten, Sixers Dome eine Stecknadel fallen hören. Das erste Mal direkt vor dem Sprungball, als beide Mannschaften sowie die anwesenden Zuschauer in einer Schweigeminute Kobe Bryant, seiner Tochter Gianna  und den sieben weiteren Opfern des Hubschrauberabsturtzes von Los Angeles gedachten.

Das zweite Mal in dem Moment, als die Schlusssirene ertönte. Noch bevor die Bochumer Spieler zu einer Siegestraube zusammenkommen konnten, um den denkbar knappen 73:74 Auswärtserfolg zu feiern, war sie wieder da.

Diese Stille der anwesenden Fans, die bis zum letzten Korberfolg ihrer Sixers darauf gehofft hatten, dass dieses denkwürdige Spiel nach einer aus Sicht der Sixers mehr als ungenügenden ersten Halbzeit noch ein gutes Ende nimmt. 

Mit Kapitän Petkovic, Smith, Krstanovic,  Radestock und Winterstein startet Headcoach Sebastian Ludwig ins Spiel. Gut eine Minute und sechs Fouls später, geht Lars Kamp für die SparkassenStars Bochum an die Freiwurflinie  und verwandelt einen seiner beiden Würfe (am Ende wird er Topscorer des Spiels mit 24 Punkten). Bochum führt 1:0,Sixers Kapitän  Luka Petkovic stellt mit einem trockenen Dreier die Anzeigetafel auf 3:1 für die Bitterfeld Sandersdorf Wollener. es soll die einzige Führung an diesem Abend bleiben.  Nicht unerwartet ist es Neuzugang Conner Michael Washington, der sein Team mit schnellen Dribblings nach vorn treibt und selbst auch als Vollstrecker glänzt (10 Punkte im ersten Viertel). Die Sixers versuchen gegen zu halten, bringen sich aber oft durch schlechte Pässe um den Lohn ihres Kampfes. Zudem hat  die Defense Probleme, die Ballstafetten der Gäste zu stören. Auf 25:13 zieht  Bochum im ersten Viertel davon.

     Mit dem spürbaren Willen, das Blatt zu wenden, starten die Sixers  in den zweiten Spielabschnitt. Martin Jelic und Anthony Okao  sorgen für einen 7:0 Lauf der Sixers nachdem zuvor Lars Kamp für Bochum erfolgreich war. Auf 20:27 kommen die Hausherren nach knapp zwei Minuten an die SparkassenStars heran, aber unnötige Ballverluste (25 Turnover im gesamten Spiel) bringen die Sixers erneut ins Hintertreffen und bauen Bochum auf.

      Beim Stand von 34:51 aus Sicht der Sixers ging es in die Kabinen. "Erst einmal Durchatmen", empfahl Hallensprecher Klaus Fanke.

     Nach ein paar klaren Worten in der Kabine kamen die Sixers wie verwandelt auf das Feld zurück. Ferdinand Zylka mit Dreier und Korbleger sowie Justin Smith brachten die Sixers nach 2,30 Minuten auf 41:51 wieder an die Gäste heran. Hoffung in der Halle -  zumal die Sixers mit einer starken Defense den Bochumer Angriffswirbel zunehmend eindämmten. Knapp drei Minuten vor Ende des dritten Viertels  bringt Martin Jelic (bester Scorer der Sixers mit 16 Punkten)  sein Team mit einem Dreier bis auf 52:58 an Bochum heran. Anthony Okao scheitert im Anschluss daran leider frei am Ring. Bitter zudem, dass Marko Krstanovic sein fünftes Foul kassiert.

Dennoch, die Sixers gewinnen das dritte Viertel mit 18:9 und verkürzen auf 52:60 vor dem Schlussabschnitt.

    Headcoach Sebastian Ludwig schickt zunächst Baslyk, Okao, Zylka, Jelic und Ole Sievers aufs Feld.

Der Einsatz des Youngsters wird schnell klar, Ole Fredrik Sievers heftet sich an die Fersen von Bochums Spielmacher Washington und das mit Erfolg. Die Sixers nun mit insgesamt wirksamerer Defense und entschieden mehr Druck im Angriff. Daniel Baslyk zieht nach vier Minuten beherzt zum Korb und verkürzt auf 61:62. Wenig später versenkt Martin Jelic ganz sicher zwei Freiwürfe zum 63:63. Bochum wankt, aber fällt nicht und kann sich vier Minuten vor Schluss wieder mit 68:65 in Führung bringen. Mit fünf Fouls muss in dieser Phase leider auch Roland Winterstein vom Feld, der in der Defense stark gespielt hatte. 

 In den letzten beiden  Minuten hält es keinen Besucher mehr auf den Sitzen. Bochum führt mit 71:69. Zylka scheitert mit dem Dreierversuch aber Justin Smith wirft 42 Sekunden vor Schluss den umjubelten 71:71 Ausgleich. Nach den Fouls 28, gleichbedeutend auch das 5. Foul für Justin Smith und 29 auf Seiten der Sixers, die Bochumer Gäste bekommen derer 14 zugesprochen, kommen die SparkassenStars zu  Freiwürfen. Florian Wendler trifft beide und Lars Kamp einen zum 74:71.

 Auszeit  Sixers. Ein geplanter Dreierversuch von Ferdinand Zylka kommt nicht mehr zustande, per Korbleger verkürzt Luka Petkovic auf 73:74 und dann ist sie wieder da, diese totale Stille bevor die Bochumer Spieler in Jubel ausbrechen.

Headcoach Sebastian Ludwig hadert mit der Dreierquote seines Teams (8 von 29) aber besonders mit den 25 Turnovern. "Mit teilweise sehr leichten Abspielfehlern haben wir uns um den Erfolg gebracht. In der ersten Halbzeit fehlte es uns an Konzentration. So haben wir heute einen Big Point  verloren, den wir uns möglichst schnell wieder holen müssen. Die Play - Offs sind weiter erreichbar und bleiben unser Ziel."

Text: Manfred Hoffmann

    

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