Mit einer der bittersten Niederlagen der Saison kehrten die BSW Sixers aus der OSPA Arena zurück. Bei der Rostock Seawolves Academy unterlagen die Sixers am Samstagabend um 18:30 Uhr denkbar knapp mit 69:70 – entschieden durch einen Dreipunktewurf mit der Schlusssirene.
Die Partie begann intensiv, aber offensiv zunächst zäh. Die Sixers erwischten den besseren Start und erzielten bereits nach 14 Sekunden die ersten Punkte der Begegnung. Danach übernahmen jedoch die Gastgeber kurzzeitig das Kommando und setzten sich mit einem 7:0-Lauf ab. Jarne Jürgens stoppte diesen Lauf mit einem wichtigen Dreier. In der zweiten Hälfte des ersten Viertels arbeiteten sich die Sixers wieder heran und glichen durch RJ Holmes mit der Viertelsirene zum 12:12 aus. Beide Teams fanden offensiv noch keinen Rhythmus – die Defensive bestimmte klar das Geschehen.
Auch im zweiten Viertel blieb das Spiel auf Augenhöhe. Die Rostocker taten sich in der ersten Hälfte des Abschnitts schwer, was die Sixers nutzten, um sich bis auf 25:19 abzusetzen. In der Folge kamen die Hausherren jedoch besser ins Spiel und drehten die Partie. Kurz vor der Pause brachte Bruno Loll die Seawolves Academy per Korbleger mit 31:29in Führung. Das Viertel ging insgesamt mit 19:17 an Rostock.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild. Rostock baute seinen Vorsprung in der ersten Hälfte des dritten Viertels auf bis zu neun Punkte aus. Doch die Sixers bewiesen Moral und kämpften sich erneut zurück. In den Schlusssekunden des Viertels verkürzten sie Schritt für Schritt, ehe Felix Zacharias mit einem Dreier exakt mit der Viertelsirene die 49:48-Führung für die Sixers erzielte.
Im Schlussviertel schien das Spiel dann endgültig zugunsten der Gäste zu kippen. Die Sixers setzten sich nun entschlossen ab. Hauptverantwortlich dafür war neben Felix Zacharias der wiedergenesene Max Nwokedi, der nach zweimonatiger Verletzungspause mit zwei starken Dreiern sechs wichtige Punkte zum Ausbau der Führung beisteuerte. Mitte des letzten Abschnitts lagen die Sixers dadurch mit 66:53 vorne und hatten sich einen komfortablen 13-Punkte-Vorsprung erarbeitet.
Doch die Rostocker steckten nicht auf. Zwei Dreier von Chris Frazier leiteten die Aufholjagd der Hausherren ein, ehe Jalen Page mit drei Punkten von der Freiwurflinie den Rückstand weiter verkürzte. Ein unglückliches Foul von Ilias Amin – mit daraus resultierenden drei weiteren Punkten durch Jalen Page – brachte beim Stand von 66:65 neue Spannung in die Partie.
Jarne Jürgens und RJ Holmes sorgten noch einmal für etwas Luft, 17 Sekunden vor Schluss führten die Sixers mit 69:67. Im letzten Angriff fand der Ball schließlich erneut Bruno Loll, der in Bedrängnis einen schweren Dreier mit der Schlusssirene verwandelte und den Rostockern den 70:69-Heimsieg bescherte – während die Sixers-Spieler enttäuscht zu Boden sanken.